Git und GitHub einfach erklärt

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Git und GitHub werden oft verwechselt

Viele Einsteiger sagen erst einmal einfach „GitHub“, obwohl sie eigentlich Git meinen. Das ist normal, aber technisch sind das zwei verschiedene Dinge.

Kurz gesagt:

  • Git ist das Werkzeug zur Versionsverwaltung
  • GitHub ist eine Plattform, auf der Git-Repositories gespeichert und gemeinsam genutzt werden können

Wenn du moderne Entwicklung verstehen willst, solltest du diesen Unterschied sauber draufhaben.

Was ist Git?

Git ist ein Versionsverwaltungssystem. Das bedeutet:

  • Git merkt sich Änderungen an deinem Projekt
  • du kannst nachvollziehen, was sich geändert hat
  • du kannst frühere Stände wiederherstellen
  • du kannst mit Branches arbeiten
  • du kannst Änderungen sauber in kleinen Schritten speichern

Git läuft erst einmal lokal auf deinem Rechner. Du kannst also auch ohne GitHub mit Git arbeiten.

Was ist GitHub?

GitHub ist eine Plattform für Git-Repositories, es gibt aber auch noch weitere große bekannte Player wie GitLab oder BitBucket. Dort kannst du zum Beispiel:

  • Repositories hosten
  • deinen Code sichern
  • mit anderen zusammenarbeiten
  • Pull Requests nutzen
  • Issues verwalten
  • Actions für CI/CD nutzen

GitHub ist also nicht Git selbst, sondern ein Dienst rund um Git.

Ein einfaches Bild dazu

Du kannst dir das so vorstellen:

  • Git ist dein Werkzeugkasten
  • GitHub ist der gemeinsame Ort, an dem du deine Arbeit ablegst oder mit anderen teilst

Oder noch einfacher:

  • Git = arbeitet an der Historie deines Projekts
  • GitHub = speichert und teilt diese Historie online

Warum ist Git wichtig?

Gerade bei Java-Projekten wird Git sehr schnell relevant.

Zum Beispiel wenn du:

  • an mehreren Dateien arbeitest
  • etwas kaputt machst und zurück möchtest
  • neue Features getrennt entwickeln willst
  • deinen Code auf einen anderen Rechner bringen willst
  • mit anderen zusammenarbeitest

Ohne Git arbeitet man schnell chaotisch.

Warum ist GitHub wichtig?

GitHub wird wichtig, sobald du dein lokales Projekt nicht nur auf deiner Maschine behalten willst.

Typische Gründe:

  • Backup in der Cloud
  • Zusammenarbeit im Team
  • Portfolio aufbauen
  • Pull Requests nutzen
  • automatische Workflows ausführen

So arbeiten Git und GitHub zusammen

Ein typischer Ablauf sieht so aus:

  1. Du erstellst lokal ein Projekt
  2. Du initialisierst Git
  3. Du machst Commits
  4. Du legst ein Remote-Repository bei GitHub an
  5. Du pushst dein lokales Repository zu GitHub

Damit arbeitest du lokal mit Git und nutzt GitHub als entfernten Speicher- und Team-Ort.

Ein einfacher Workflow in der Praxis

Hier ein typischer Start mit Git:

git init
git add .
git commit -m "Initial commit"

Was passiert hier?

  • git init erstellt ein Git-Repository
  • git add . fügt Änderungen zum Staging hinzu
  • git commit speichert einen nachvollziehbaren Stand deines Projekts

Wenn du dein Projekt danach mit GitHub verbinden willst, kommt meistens so etwas dazu:

git remote add origin https://github.com/dein-name/dein-repo.git
git branch -M main
git push -u origin main

Damit verbindest du dein lokales Repository mit GitHub und lädst deinen Stand hoch.

Bedeutet GitHub automatisch Teamarbeit?

Nein. Du kannst GitHub auch komplett alleine nutzen.

Zum Beispiel für:

  • private Projekte
  • Lernprojekte
  • Portfolio-Projekte
  • kleine Tools
  • Backup deiner Arbeit

Teamarbeit ist nur einer von mehreren Anwendungsfällen.

Was ist ein Repository?

Ein Repository ist der Ort, an dem dein Projekt inklusive Versionshistorie gespeichert wird. Es gibt dabei oft zwei Sichtweisen:

  • lokales Repository auf deinem Rechner
  • Remote-Repository auf GitHub

Beide gehören logisch zusammen, sind aber nicht dasselbe.

Was ist ein Commit?

Ein Commit ist ein gespeicherter Stand deines Projekts.

Wichtig ist:

  • Ein Commit ist kein komplettes Chaos-Backup
  • Ein Commit sollte eine nachvollziehbare Änderung beschreiben

Gute Beispiele:

  • Login validierung ergänzt
  • README ergänzt
  • Fehler beim Dateiupload behoben

Schwache Beispiele:

  • test
  • update
  • asdf

Was ist ein Branch?

Ein Branch ist ein eigener Entwicklungszweig. Damit kannst du Änderungen getrennt vom Hauptstand entwickeln.

Zum Beispiel:

  • neues Feature bauen
  • Bug fixen
  • Release vorbereiten

Genau daraus wird später das Thema Branching-Strategie wichtig. Dafür passt als nächster Schritt der geplante Artikel Branching-Strategie einfach erklärt.

Was GitHub zusätzlich attraktiv macht

GitHub ist nicht nur ein Ablageort.

Es bringt weitere Dinge mit:

  • Pull Requests
  • Code Reviews
  • README-Darstellung
  • Issues
  • Release-Seiten
  • GitHub Actions

Für Einsteiger sind aber zuerst diese zwei Punkte am wichtigsten:

  • Code online sichern
  • mit anderen sauber austauschen

Ein typisches Missverständnis

„Ich arbeite mit GitHub, also brauche ich Git nicht“

Doch. GitHub basiert auf Git.

„Git ist nur für Teams“

Nein. Git ist auch für Einzelentwickler extrem nützlich.

„GitHub speichert meinen Code automatisch“

Nein. Du musst Änderungen lokal committen und dann pushen.

„Git und GitHub sind dasselbe“

Nein. Das ist der häufigste Fehler.

Git und GitHub im Java-Alltag

Wenn du mit Java arbeitest, tauchen Git und GitHub schnell in echten Projekten auf.

Zum Beispiel bei:

  • Maven-Projekten
  • Spring-Boot-Projekten
  • Uni- oder Lernprojekten
  • Bewerbungsprojekten
  • Teamarbeit im Job

Gerade wenn du von Grundlagen Richtung reale Entwicklung willst, gehören Git und GitHub fest dazu.

Was du als Anfänger zuerst wirklich können solltest

Du musst am Anfang nicht alles über Rebase, Cherry-Pick oder komplexe Merge-Strategien wissen.

Wichtiger ist erst einmal:

  • Repository anlegen
  • Änderungen sehen
  • Dateien stagen
  • committen
  • zu GitHub pushen
  • einen Branch anlegen
  • Branch wieder zusammenführen

Das reicht für einen starken Einstieg.

Was du als Nächstes lernen solltest

Wenn Git und GitHub grob sitzen, dann sind diese Themen die logisch nächsten:

  • Branches richtig benutzen
  • Pull Requests verstehen
  • einfache Branching-Strategie aufsetzen
  • CI/CD-Grundlagen verstehen

Fazit

Git und GitHub gehören zusammen, sind aber nicht dasselbe. Das solltest du dir merken:

  • Git verwaltet Änderungen an deinem Projekt
  • GitHub speichert und teilt Git-Repositories online

Wer moderne Entwicklung lernen will, sollte diesen Unterschied früh sauber verstehen.

Nächster Schritt

Nach diesem Artikel passen diese Themen gut: